Auftakt der Fellowship

Vom 6. bis zum 8.10.2017 haben wir uns kennengelernt – Fellows, Mentor*innen und natürlich die Vertreter*innen unserer Förderorganisationen. Von ca. 60 Projektanträgen wurden 20 genehmigt. Alle Vorhaben kamen aus unterschiedlichen Disziplinen – Sprach- und Literaturwissenschaft, BWL, Ozeanforschung, Politik- und Verwaltungswissenschaften, Physik und vieles mehr. Die ganze Fellow-Liste findet ihr bei Wikimedia.

Das Programm des Auftaktwochenendes war intensiv – Workshops, Barcamps, Roadmapping, Diskussionsrunden und Pitches. Ja, Pitches – jede*r Stipendiat*in sollte ihr Projekt innerhalb einer Minute vorstellen. Die Minute wurde zwar nicht immer eingehalten – mal waren das 50 Sekunden, mal 3 Minuten – doch die Hauptsache war, dass wir nun über unsere Kolleg*innen und ihre Projekte Bescheid wussten. So konnten wir dann leichter miteinander ins Gespräch kommen, um mehr übereinander und über die jeweiligen Projekte zu erfahren. In den Pausen haben sich dadurch ungezwungene Diskussionsrunden ergeben. Das Besondere an Pitches war auch, dass sie an Gegenstände gebunden waren, die Fellows mitgebracht haben:
Auftaktveranstaltung: Fellow-Programm   Freies Wissen

Mein Gegenstand war ein Kelch (s. auf dem Foto oben). Vor über 600 Jahren schlug der tschechische Theologe Jan Hus der katholischen Kirche vor, sie soll den Kelch mit dem Blut Christi mit ihrer Gemeinde, u.a. mit dem einfachen Volk also, teilen. Das war aber nicht der einzige Punkt seiner Agenda. Er kritisierte z.B. auch den Ablasshandel und den Reichtum der Kirche. Letztendlich wurde er der Häresie beschuldigt und nachdem er seine Worte nicht widerrufen hat, wurde er 1415 als Ketzer in Konstanz verbrannt. Seine Nachfolger, zu denen auch die Brüdergemein(d)e zählt, wurden dann von Katholiken im Namen des Kreuzes verfolgt. Deshalb wurde nicht das Kreuz zum Symbol der Böhmischen Brüder, sondern der Kelch.

An dem Wochenende haben sich auch die Mentor*innen vorgestellt, die ebenfalls ein breites Spektrum an Fächern vertreten. Meine Mentorin wurde V.-Prof. Dr. Ina Blümel (Hochschule Hannover/Technische Informationsbibliothek Hannover).


Bildquelle: beide Fotos © Ralf Rebmann, Source: Wikimedia Deutschland

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